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Chronik

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In der Gründungsversammlung am 4. September 1923 erfolgte bereits die endgültige Namensgebung: 1. Fußballclub Hösbach. Welcher Art die Vorbereitungen und Diskussionen um die Vereinsentstehung waren, läßt sich aus dem Gründungsprotokoll nicht hinreichend ersehen. Es kam aber bereits in der ersten Versammlung zur Wahl einer vollständigen Vorstandschaft, wie sie in Ausdruck und Funktion der damaligen Zeit angepasst war. Die Namen dieser Männer der ersten Stunde verdienen hier aufgeführt zu werden:

 1. Vorstand: Kaspar Weiß
 2. Vorstand Peter Goßmann
 Schriftführer: Joseg Schüßler
 Kassier: Ludwig Fleckenstein
 Kontrolleur: Johann Wirzberger
 Vereinsdiener: Georg Bormann

Die Anfangsjahre waren geprägt von großen Schwierigkeiten und Anstrengungen. Der Verein besaß lange Zeit kein Sportgelände. Die ersten Freundschaftsspiele wurtden auf privateigenen Wiesen ausgetragen. Dabei kam es vor, dass die "Kicker" von den Grundstücksbesitzern wöährend eines Spieles vertrieben wurden. Sie führten dann ihr Spiel auf einer anderen Wiese fort. Wegen solcher Schwierigkeiten waren die primitiven Tore ohnedies transportabel gestaltet. Das erste Freundschaftsspiel in Hösbach fand am 18.9.1923 statt. Es wurde gegen Schimborn 5 : 2 gewonnen. Schon 8 Tage später wurde das Rückspiel ausgetragen. Auf Pferdewagen fuhren Spieler und ANhänger in die Nachbvargemeinde. Der 5 : 0 Sieg in Schimborn gab der jungen Mannschaft mächtigen Auftrieb.


 Gründungsmannschaft 1923

Stehend von links: Bormann Georg, Wenzel Valentin, Fleckenstein Ludwig, Weiß Kaspar, Heeg Franz, Wenzel Sebastian, Heeg Peter, Völker Lorenz, Weigand Heinrich

Sitzend: Heeg Josef, Sittinger Josef, Rettinger Anton

Ihr Wunsch nach einheitlicher Spielkleidung bereitete der Vorstandschaft erhebliche Sorgen. Ein öffentlicher Ball im Vereinslokal "Zur Traube" sollte so viel Gewinn erbringen, dass ein Trikotkauf beschlossen werden konnte. Die Garnitur für 11 Spieler kostete auf dem Höhepunkt der Inflation 5 Billionen 500 Milliarden Mark.

Am 26.2.1924 bewarb sich der Verein um AUfnahme in den Süddeutschen Fußballverband.

In monatlichen Mitgliederversammlungen wurden alle Vereinsprobleme diskutiert. Zu dieser Zeit war die Sportplatzfrage noch immer nicht geklärt. Erst im Jahresschlußbericht vom 31.12.1925 ist protokolliert: "Wir beginnen das neue Jahr mit der Hoffnung auf besere Spielweise unserer Mannschaft und dem Wunsche auf baldige Bespielbarkeit unseres genehmigten Sportplatzes". Der Ausbau des Spielfeldes - Entwässerung und Einebnung - wurde von arbeitslosen Mitgliedern vorgenommen. Dafür erließ ihnen der Verein den Beitrag von 30 Pfennig monatlich. AM 5. September 1926 erfolgte die Platzeinweihung. Das Jahresabschlußprotokoll berichtet von Vereinserfolgen auf allen Ebenen.

Im Spieljahr 1926/27 erstrebte die Mannschaft die Meisterschaft der C-Klasse. Am Ende der Runde stand Hösbach mit Klingenberg punktgleich an der Tabellenspitze. Der Meister musste nun durch Hin- und Rückspiel ermittelt werden. Der Kampf in Klingenberg endete 1 : 1 unentschieden. Etwa 150 Hösbacher Schlachtenbummler hatten der Mannschaft den nötigen Rückhalt gegeben. Das Rückspiel in Hösbach konnte dann überzeugend 5 : 1 gewonnen werden. Der FC hatte seine erste Meisterschaft erlebt. Die Siegesfeier fand in der "Traube" statt.

Unter einer umsichtigen, tatkräftigen Vorstandschaft, voran Kaspar Weiß, gelang der Mannschaft scon ein Jahr später die Meisterschaft in der B-Klasse,

Der Gaujugendtag 1928 in Hösbach war für den jungen Verein eine echte Auszeichnung. Er war mit einem Gartenfest verbunden.

Um in der A-Klassebestehen zu können, bedurfte es eines erfahrenen Trainers. Er konnte in Anton Belz, einem weithin bekannten Viktoriaspieler der 30er Jahre gefunden werden. Die Verbandsrunde wurde mit dem 3. Tabellenplatz abgeschlossen.

Stets bemüht, den Spielern sportliche Anreize zu bieten, ermöglichte der Verein der Mannschaft den Besuch eines Gauligaspieles im Frankfurter Stadion. Gegner der Eintracht war der damals schon so ruhmreiche 1. FC Nürnberg. Dieser fußballerische Leckerbissen gab unseren Spielern neue Impulse. Der ständige verbesserten Spielweise versagten auch die Zuschauer ihre ANerkennung nicht. Sie strömten in Scharen. Der Jahresabschluß 1929 erreichte in den Einnahmen die Traumgrenze von 3 000,-- RM. Der Mitgliederstand betrug um diese Zeit 98 Erwachsene und 15 Jugendliche.

Der erste fußballerische Höhepunkt des FC begann 1930. Am Ende der Verbandsrunde standen die Ortsnachbarn und Rivalen Goldbach und Hösbach punktgleich auf Platz 1 und 2 der Tabelle. Das fällige Entscheidungsspiel um die Meisterschaft wurde auf dem Viktoriaplatz ausgetragen. Fast 2000 Zuschauer umsäumten das Spielfeld. Nach hinreißendem Spiel errang der FC Sieg und Meisterschaft der A-Klasse. Aus den Spielberichten im Protokollbuch dieser Zeit läßt sich überschäumende Begeisterung erspüren. Ein Eintrag schließt: "Laßt uns immer so einig sein; denn Einigkeit macht stark."


 Meister der A-Klasse 1929/30

Von links: Fleckenstein L., Loewenthal H., Günther A., Götz E., Günther B., Fäth J., Staab E., Stenger J., Fecher W., Fleckenstein K., Vogel J., Glaab A., Bormann G., Wohlfahrt Ph.

Ab dem Sommer 1930 spielte der FC in der Ostmain-Kreisliga. Trotz namhafter Gegner kamen die Zuschauer nur spärlich. Die Weltwirtschaftskrise mit ihren schlimmen Folgen hatte viele Männer arbeitslos gemacht. - WO kein Brot, da keine Spiele. - In dieser Notzeit trug die Mannschaft zahlreiche Wohltätigkeitsspiele aus. Der Erlös wurde an arbeitslose Mitglieder verteilt. So stellte der Verein trotz eigener Finanzsorgen den Gemeinnutz vor dem Eigennutz.

Am 25.6.1933 feierte der FC 10-jähriges Jubiläum. Ein junger Verein hatte zu diesem Zeitpunkt schon hervorragende Ergebnisse zu verzeichnen. Ein großes Fest im Turngarten wurde zu einer würdigen Geburtstagsfeier. Der Reinerlös waren 244,15 RM.

In der Generalversammlung im Juli 1933 übernahm Adam Fäth die Vereinsführung. Kaspar Weiß, der über 10 Jahre den FC vorstand und ihn zu Ansehen geführt hatte, erfuhr seine Würdigung durch die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden.

Die 1. Mannschaft spielte noch immer in der Ostmain-Kreisliga. Sie hatte namenhaften Gegnern wie Kickers Würzburg und Viktoria Aschaffenburg packende Fußballkämpfe geliefert. Auch die Zuschauer kamen wieder. Bei einem wichtigen Spiel am 8.10.1933 wurden auf dem Hösbacher Platz 2000 Menschen gezählt. Doch die Ostmainliga zehrte auf die Dauer zu sehr an den physischen Kräften der Spieler.Nach vier Jahren Zugehörigkeit dieser Spielklasse stieg die Mannschaft 1934 in die A-Klasse ab. In der Generalversammlung am 18. 4. 1934 wurde Josef Haas zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Das gleiche Jahr bescherte Hösbach am 17. Juni noch einmal eine fußballerische Delikatesse.Die Gauligamannschaft des FC Schweinfurt 05 hatte zum Pokalspiel hier anzutreten. Mit ihren "Internationalen" Rühr und Kitzinger siegten die Gäste in einer wahren Hitzeschlacht 5 : 1.

Das Jahr 1935 war sportlicher wieder erfolgreiche. Die Mannschaft konnte die Meisterschaft in der A-Klasse erringen. Zum Wiederaufstieg in die Liga fehlte ihr aber das Quentschen Glück.

Ab dem Jahr 1937 führte Ludwig Rausch den FCH. Eine besondere lustige Begebenheit im gleichen Jahr verdient hier Erwähnung. Sie fand auch damals in einer Tageszeitung ihre Würdigung. Unsere 2. Jugend hatte am 13. Juni auf dem Viktoriaplatz anzutreten. Alles wartete auf einen Schiedsrichter. Vergebens! Keiner der wenigen Zuschauer besaß eine Trillerpfeife. Aber Not machte erfinderisch. Ein Hösbacher "Schlachtenbummler" montierte kurzerhand die Hupe von seinem Motorrad. Und so "hupte" Alois Dorn das Jugendspiel gut über die Zeit.

Im gleichen Jahr erreichte die Vorstandschaft bei der Dalbergschen Stiftung eine Pachtverlängerung für den Sportplatz.

1938 war Hösbach erneut Meister der A-KIlasse. der Sprung in die Liga war aber nur über Aufstiegsspiele möglich. Einige etatmäßige Spiler waren zum Wehrdienst eingezogen und standen dem Verein nicht zu Verfügung. So konnte die Aufstiegsrunde nicht wie gewünscht verlaufen. In der Generalversammlung war ein großes Fest zum 15jährigen Vereinsjubiläum beschlossen. Es mußte wegen "Maul- und Klauenseuche" abgesagt und auf 1939 verlegt werden.

Die letzten 30er Jahre waren weltpolitisch voller Spannung. Sie entlud sich im Zweiten Weltkrieg, ab September 1939. Die meisten unserer Spieler wurden sofort Soldat. Trotzdem ermöglichte der Einsatz des 1. Vorstandes Ludwig Rausch noch einige Zeit einen geregelten Spielbetrieb. Dabei konnte er von Sonntag zu Sonntag immer wieder auf Fronturlauber zurückgreifen. Der Spielbetrieb wäre gänzlich zum Erliegen gekommen, hätte man sich nicht mit Goldbach geeinigt. Beide Vereine brachten gemeinsam eine Mannschaft auf die Beine.

Am 5. Oktober 1945 wurde in bescheidenem Rahmen der 20. Vereinsgeburtstag  gefeiert. Im Mittelpunkt des Festtages stand die Totenfeier für diegefallenen und verstorbenen FC-Mitglieder.

Der 9. Mai 1945 brachte das bittere Ende eines Krieges, der in seinen furchtbaren Kampfmethoden auch die Heimat nicht verschont hatte. Unser FC hatte 32 Kriegstote und 12 Vermißte zu beklagen. Weitere Mitglieder befanden sich ungebrochener Lebenswille und es gelang dem Verein ein Neubeginn. In der Generalversammlung vom 17. Oktober 1945 wurde die unverzügliche Aufnahme des Sportbetriebes beschlossen.

Das erste Freundschaftsspiel wurde in Leider 2 : 1 gewonnen. Die Reihen der Aktiven füllten sich allmählich durch Heimkehrer aus den Gefangenenlagern.

ln harter Nachkriegszeit paarte sich Sportbegeisterung mit echter Opferbereitschaft. Spielerkleidung, Bälle und Schuhwerk konnten regulär nicht beschafft werden. Solche ,,Luxusartikel" wurden unter der Theke gehandelt. Vorstandschaft und Spielern war kein Opfer zu groß. Sie brachten einen geordneten Spielbetrieb in Gang. Der Einsatz wurde mit dem Aufstieg in die Kreisliga belohnt.

Ludwig Rausch, Vorstand über 10 harte Jahre, stellte 1947 sein Amt zur Verfügung. Die Generalversammlung würdigte seine großen Verdienste um den FC. Aus der Neuwahl ging ein junges ,,Vorstandsgespann" hervor, das für die kommenden Jahre Geist und Erfolg des FC entscheidend mitgeprägen sollte. Oskar Glaab wurde 1 . und Gustav Heeg 2. Vorsitzender. Der Abstieg der Mannschaft aus der Kreisliga bedeutete für sie nicht Resignation. Sie begannen gemeinsam und systematisch mit der Jugend- und Breitenarbeit.

lm Juni 1948, wenige Tage vor der Währungsreform, feierte der FC das 25jährige Stiftungsfest.

1949 wurde mit der Dalbergschen Stiftung ein neuer Pachtvertrag für das Sportge lände ausgehandelt.

lm gleichen Jahr gründete sich eine Tischtennisabteilung im FC. Der 1. Abteilungsleiter war Gustav Heeg.

1950 gliederte sich dem Verein eine Handballabteilung an. Sie wurde von Ludwig Völker geführt.

lm Spieljahr 1950/51 gelang den Fußballern die Meisterschaft in der A-Klasse. Mit dem Aufstieg in die 2. Amateurliga knüpfte der Verein sportlich an die große Zeit der Vorkriegsjahre an. Zur Verbesserung der Trainingsmöglichkeit aller Abteilungen wurde die ,,Blechhalle" käuflich erworben.

Das 30jährige Stiftungsfest am 18. und 19. August 1953 war mit der Fahnenweihe verbunden. Bis in die
letzten Einzelheiten vorgeplant, wurden die Festtage zum absoluten gesellschaftlichen Höhepunkt in der seitherigen Vereinsgeschichte. Die Patenschaft für die Fahne hatte der Kraftsportclub "Germania" übernommen.

Unter der Leitung von Oskar Rausch gelangen den Handballern in dieser Zeit spektakuläre Erfolge. Zu guten Ergebnissen auf dem Feld kamen hervorragende Leistungen im Hallenspiel. Sie gipfelten in der erfolgreichen Teilnahme an den Bayerischen und Süddeutschen Hallenmeisterschaften.

Nach 7 Jahren als 1. Vorstand stellte Oskar Glaab das Amt zur Verfügung. Unter seiner Leitung war im FC Großes geleistet worden. Ab 1954 führte Ludwig Völker den Verein.

Mit der Wahl von Gustav Heeg zum 1. Vorsilzenden, 1955, begann eine weitere erfolgreiche Epoche in der Vereinsgeschichte.

Durch den Bau der Autobahn und die Begradigung der Aschaff wurde die Verlegung des Sportplatzes notwendig. Das bedeutete für die Mitglieder 1957 verstärkten Arbeitseinsatz. Das Spielfeld wurde entwässert, in Ost-West-Richtung gelegt, eingefaßt und mit Barrieren versehen. Gleichzeitig wurde eine Lichtanlage installiert. Sie ermöglichte den Mannschaften das Abendtraining auch im Winter. lm gleichen Jahr mußten die Fußballer aus der Amateurliga absteigen.

1958 war wieder ein Jubiläumsjahr. Der Verein veranstaltete eine Sportwerbewoche.

Die Tischtennisabteilung verlor 1958 durch den Tod von Eugen Rausch einen aktiven Spieler und verdienstvollen Abteilungsleiter.

Für die Fußballer sollte es in der Folgezeit noch weiter abwärts gehen. 1960 rutschte die Mannschaft in die B-Klasse ab. ln dieser Zeit waren die Handballer Aushängeschild des 1. FC.

1961 gelang der 1. Fußballmannschaft die Rückkehr in die A-Klasse. Schon seit 1958 wurde im FC der Bau eines Sportheimes ernsthaft diskutiert. Der 1. Vorstand Gustav Heeg war Hauptverfechter der ldee. ln der Generalversammlung konnten endlich Planvorschläge erörtert werden. Es kam zu einem einstimmigen Beschluß: "Bau eines vereinseigenen Sportheimes!" Es sollte weitestgehend in Eigenleistung erstellt werden. Der Aufruf zu freiwilliger Arbeitsleistung, zu Geld- und Materialspenden blieb nicht ungehört.
Nach langwierigen Planverfahren und nach Überwindung der Finanzierungssorgen erfolgte im September 1961 der erste Spatenstich. Zunächst ging es Schlag auf Schlag; denn nach vier Monaten konnte bereits der Richtbaum gesetzt werden. Der lnnenausbau vetlief in der zeitlichen Abfolge nicht nach Plan. Er zog sich schleppend über fast zwei Jahre hin. Dem Heimbau fiel sogar das 40jährige Stiftungsfest zum Opfer. Es wurde im folgenden Jahr nachgeholt.

Am 21. 12. 1963 war es dann endlich so weit. Nachrund zwei Jahren Bauzeit konnte das Vereinsheim seiner Bestimmung übergeben werden. ln der Feierstunde würdigten die Spitzen aus Sport und Politik die Gemeinschaftsleistung des FC. Sie gründete sich neben Spenden in der Hauptsache auf 8000 freiwillige, von Mitgliedern geleistete Arbeitsstunden. ln der Folgezeit wäre unser Vereinsleben ohne das Sportheim nicht mehr denkbar gewesen.

Mit seinen drei Sportabteilungen war der Verein 1964 auf 355 Mitglieder angewachsen. Der allgemeine Spielbetrieb weitete sich noch mehr aus.

Um Albert Heeg sammelten sich die "Ehemaligen" und gründeten eine Altherrenmannschaft. Die Handballer folgten diesem Beispiel.

Die erste Meisterschaftsfeier im neuen Sportheim blieb den Handballern vorbehalten. Die Mannschaft stieg 1965 in die Hessische Verbandsliga auf.

1965 gelang der Vorstandschaft nach langen Verhandlungen der Ankauf des Sportgeländes. Rund 2 Hektar Land, die immer wieder durch Pachtverträge abgesichert werden mußten, waren vereinseigen geworden.

Die 1. Fußballmannschaft errang in der Runde 1964/65 die Meisterschaft in der A-Klasse. Sie stieg in dieBezirksklasse auf.
Am 9. Juni 1965 wurde unser Heimatgebiet von einer Hochwasserkatastrophe heim gesucht. Unser Sportplatz stand mehr als einen Meter hoch unter Wasser. Auch das Vereinsheim geriet in akute Gefahr. Nur durch die Abmauerung sämtlicher Ein- und Ausgänge konnte Schlimmeres abgewendet werden.


 Altes Sportheim FC Hösbach

Nach einem Jahr "Gastrolle" in der Bezirksliga kehrte die FußOättmannschaft 1966 in die A-Klasse zurück.

Das 45jährige Bestehen 1968 galt nicht als ein klassisches Jubiläumsjahr. Dennoch entschloß sich der Verein zu einem großen Fest. Es wurde ein guter Erfolg. Während der Morgenfeier am Festsonntag wurde ein Sportler besonderer Prägung geehrt. Adam Krebs hatte zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre in ununterbrochener Folge in der 1. Handballmannschaft gestanden. Seine einmalige und beispielhafte Leistung wurde mit der goldenen Vereinsehrennadel belohnt.

Die stark verjüngte Fußballmannschaft stand am Ende der Verbandsrunde 1967/68 in der A-Klasse auf dem 2. Tabellenplatz. Durch Neueinteilung der unterfränkischen Ligen stieg sie in die BezirksligaWest auf.

1969 feierte die Tischtennisabteilung vereinsintern ihr 20jähriges Bestehen. lm gleichen Jahr übernahm der Verein die Patenschaft für die neue Fahne der
Spvgg. Hösbach-Bahnhof.

Als ein Tag der Trauer und des Gedenkens gilt der 31. August 1969. Der begabte Handballspieler Peter Wenzel starb nach dem Verbandsspiel gegen Obernau an akutem Herzversagen. Sein früher Tod war auch für den FCH ein harter Verlust.

ln der Generalversammlung 1970 stellte Gustav Heeg nach 15jähriger, erfolgreicher Vereinsführung das Amt zur Verfügung. Sein unermüdlicher Einsatz für die Gemeinschaft hatte Erfolg auf sportlichem und gesellschaftlichem Gebiet gebracht. Jetzt einen Nachfolger zu finden, war nicht einfach. Nach langen Diskussionen erklärte sich Wilhelm Rausch zur Ubernahme des 1. Vorstandspostens bereit. Er betonte in seiner Antrittsrede, daß er seinen verdienstvollen Vorgänger weder übertreffen noch gar kopieren wolle. Er sei bereit und bemüht, den Verein in der ihm gemäßen Weise zu führen. 

Auch in der Handballabteilung gab es in dieser Generalversammlung eine bedeutsame Personalveränderung. Oskar Rausch legte sein Amt als Abteilungsleiter in jüngere Hände. Er hatte in seiner 16jährigen Amtsführung mit seinen Handballern schier alles erreicht, was es für diese Abteilung an Erfolgen zu erringen gab. Sein Nachfolger wurde Walter Stummer.

Am 21 .2.1970 gab sich der FC eine neue Satzung. lm Spieljahr 1970/71 eilte die junge Fußballmannschaft von Sieg zu Sieg. Am Ende der Verbandsrunde hieß der Meister der Bezirksliga-West: 1. FC Hösbach. ln der denkwürdigen Meisterschaftsfeier im überfüllten Sportheim entboten 58 Gratulanten ihre Glückwünsche. Die Mannschaft verzichtete aus freien Stücken auf den Aufstieg in die Bayerische Landesklasse.

1972 schaffte die 41-Jugend unter stärkster Konkurrenz die Meisterschaft in der Kreisliga.

lm gleichen Jahr machte auch die Tischtennisabteilung auf sich aufmerksam. Zunächst gelang ihrer Damenmannschaft die Unterfrankenmeisterschaft. Dann sorgte sie am 15. April für ein einmaliges sportliches Großereignis in Hösbach. Der rührigen Abteilungsleitung, voran Eugen Hört, war die Ausrichtung der Süddeutschen Jugendmeisterschaft aufgegeben. Die Veranstaltung wurde sportlich und vom Publikumsinteresse her ein voller Erfolg.

Die Handballabteilung trat im September als Ausrichter eines großen Hallenhandballspieles in Erscheinung. Die neue Großturnhalle der Gemeinde war bis auf den letzten Platz gefüllt. Eine Kreisauswahl lieferte dem Bundesligisten TV Großwallstadt einen packenden Kampf.

lm November 1972 wurde an unserem Sportplatz eine moderne Flutlichtanlage in Betrieb genommen. Bei ausgezeichneter Ausleuchtung des Spielfeldes ist
auch im Winter ein geregeltes Training im Freien möglich. Die größten Sorgen bereitet zur Zeit die schlechte Beschaffenheit unseres Spielfeldes. Dies zu ändern ist das nächste große Ziel unseres Vereins.


Vereinschronik aus der Festzeitschrift zum 50. Gründungsfest. Verfasst von Georg Honecker.


Aktualisiert ( Dienstag, den 31. Mai 2011 um 15:58 Uhr )  

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