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Auswärts(Schnee-)fahrt nach München

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Wir schreiben den 6. März 2010, den Tag des Spitzenspiels in der süddeutschen Oberliga, zwischen dem ersten FC Bayern München und dem zweiten 1. FC Hösbach. Unsere Mannschaft, Neun Fans in einem Bus, unser Sportlicher Leiter Peter Hafner im Privatauto und unser 3. Vorstand Alex Schalkhas mit Frau und Bernd Glaab mit Frau machten sich auf den Weg nach München. Start war zwischen 7 und halb 8 Uhr in der Frühe, eigentlich ausreichend Zeit muss man sich denken, braucht man doch normalerweise ca. 3 bis 3,5 Stunden nach München von Hösbach aus.

Wir wären also nach unseren Planungen mindestens 2-3 Stunden vorher da gewesen. Es kam jedoch alles anders! Das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung: Es hatte über Nacht fast 10 cm Neuschnee gegeben und es schneite immer weiter. Schon am Startort, in Hösbach, bekamen wir über Radio mit, dass sich der Verkehr am Fuße des Spessart mit 35 km staute und dass es an der Hösbacher Tunneleinhausung nur über Blockabfertigung voranging. Wir umfuhren also großräumig über die ungeräumten Straßen des Spessarts und begaben uns erst im Hochspessart, an der Auffahrt Rohrbrunn, auf die Autobahn. Von hier ging es ca. 10 min. ohne Stau weiter. Wir kamen einfach nicht mehr voran und brauchten sage und schreibe fast 2,5 Stunden bis nach Würzburg, für nur 40-50 km! Zum Glück waren Peter Hafner und wir immer ein paar Kilometer vor dem Bus unserer ersten Mannschaft und konnten so über Telefon die Straßenlage durchgeben. Aber auch das half nicht immer, denn um Würzburg und Aschaffenburg herum waren auch sämtliche Straßen wegen Schneefalls und -verwehungen gesperrt oder es staute sich auch dort. Also mussten wir über die Autobahn weiter, welche wenigstens teilweise geräumt wurde. Wir wussten bereits zu diesem Zeitpunkt: "Wir werden niemals pünktlich in München ankommen". Peter Hafner versuchte verzweifelt den Spielgruppenleiter über Handy zu überzeugen, dass es an diesem Tag keinen Sinn mache zu spielen und das Spiel zu verlegen, der Spielgruppenleiter argumentierte jedoch damit, dass man auch mit dem Zug hätte fahren können. Also weiter ging's. Uns war es ja relativ egal, ob wir erst kurz nach 1 Uhr oder schon 2 Std. vorher eintreffen würden, jedoch nicht unserer ersten Mannschaft, die sich normal fast immer über 1,5 Std. vor einem Spiel einspielt. Dass das diesmal nicht so sein würde, war allen klar. Wir versuchten also irgendwie voranzukommen. Nach Würzburg ging es dann auch relativ gut weiter, bis Neumarkt a.d. Aisch, denn hier staute sich wieder alles aufgrund eines schweren Unfalls. Nachdem wir nun aber auch das hinter uns gelassen hatten und in Ingolstadt fast 2 Std. vor Spielbeginn waren, dachten wir schon: "Jetzt kommen wir ja doch noch rechtzeitig an". Aber so war es leider nicht, denn das Schneefallgebiet zog nun Richtung Süden und es fing heftig an zu schneien. Nichts ging mehr, wir brauchten wieder, wie am Anfang, für die noch verbleibenden wenigen Kilometer nach München über 2 Std. Wir fuhren schließlich von der Autobahn ab und probierten es über die Landstraßen, aber auch das war nicht viel besser. Zum Glück blieb die erste Mannschaft auf der Autobahn und konnte so eine viertel Stunde vor Spielbeginn eintreffen. Wir kamen eine Halbe Stunde später, gerade rechtzeitig zum Spielbeginn (der um eine Viertelstunde nach hinten verschoben wurde) an. Natürlich war unsere Mannschaft noch ein wenig von der 5,5 Stündigen Fahrt gestresst und noch nicht richtig eingespielt, als es losging. So stand es auch postwendend nach den ersten 7 Spielen gleich 6:1 für die Bayern. So hatten wir uns das ganz und gar nicht vorgestellt. Nur das Einser Doppel wurde gewonnen. Die eingeplanten Siege im ersten Paarkreuz und von Stafen Stadtmüller im zweiten Paarkreuz blieben leider aus. Vor allem Ralf Schreiner merkte man noch ein bisschen an, dass er noch nicht richtig warm war. Unglücklich lief es dagegen für Stefan Stadtmüller. Normalerweise ist es gerade seine Stärke die knappen Spiele mit dem Publikum im Rücken und seinem für die Zuschauer attraktiven Spiel zu gewinnen. Doch diesmal verlor er leider, zweimal in Sätzen mit 10:8 führend mit 3:1. Doch es lief einfach bei allen nicht so richtig. Erst Max Heeg (der ja mit der S-Bahn aus dem nahe gelegenen Oberhaching anreiste, da er dort die letzten zwei Tage auf Lehrgang war) konnte den ersten Einzelpunkt für Hösbach holen. Im folgenden holten auch Florian Schreiner, Ralf Schreiner (mit sehr starkem Spiel gegen Diemer) und auch Stefan Stadtmüller (gegen Köppl, gegen den er in der Hinrunde noch verlor) die Punkte für Hösbach. Es stand plötzlich 6:6. Hösbach war nun wieder da; dachte man zumindest. Doch Uwe Liebchen verlor nach toller Aufholjagd gegen Steffen Meister mit 3:2 und auch Florian Schreiner verlor überraschend klar gegen den sehr gut aufspielenden Vogel, welcher die Topspins von Florian immer wieder mit einem "Alles oder nichts Schlag" auf die Platte zurück hämmerte. Er traf wirklich fast jeden Ball. Max blieb als Spieler, der von den ganzen Strapazen des Tages wenig mitbekommen hatte, als einziger Hösbacher an diesem Tag im Einzel ungeschlagen. Er besiegte in 5 spektakulären Sätzen den sehr guten Tomas Koma. Das Schlussdoppel wurde leider etwas zu klar gegen konzentriert aufspielende Münchner verloren. So gewannen die Münchner 2 wichtige Punkte in Richtung Meisterschaft hinzu, welche ihnen wohl nicht mehr zu nehmen ist.


Am Abend gewann unsere erste Mannschaft dann noch 9:2 gegen WB Allianz München.

Die Heimfahrt wurde auf den ersten Kilometern wieder ähnlich anstrengend, wie auf dem Hinweg, denn es fing wieder an zu schneien und wir brauchten so 2,5 Std. bis kurz nach Ingolstadt. Wir beschlossen, etwas Essen zu gehen. Nachdem wir die Reise nun fortsetzten war die Autobahn nun vollkommen frei und wir waren dann innerhalb von 2 Stunden daheim.

Alles in allem ein schöner Ausflug, der natürlich mit zwei Siegen noch schöner gewesen wäre.

Wie die Mannschaft nächste Saison aussehen wird steht derweil auch noch in den Sternen, denn Jochen Schmitt muss uns leider aus beruflichen Gründen verlassen. Er wird nach Stadtallendorf wechseln, wo er auch endlich einen neuen Job gefunden hat. Er muss hierfür leider aus seiner geliebten Heimat Hösbach wegziehen, denn pendeln ist bei dieser Entfernung nicht mehr machbar.

Aktualisiert ( Dienstag, den 31. Mai 2011 um 15:57 Uhr )